review: metroid prime hunters

nintendo hat es ganz klar nicht an ehrgeiz gemangelt, als man sich dazu entschied, das erste abenteuer überhaupt von der shooter-schnitte samus aran auf dem kleinen nds komplett als dreidimensionalen(!) first-person-shooter(!!) zu entwickeln. funktioniert das überhaupt? aber hallo!

yeah, boy!

:: story

thematisch ist metroid prime hunters nach metroid prime und vor metroid prime 2: echoes angesiedelt. im einzelspielermodus spielt ihr die kopfgeldjägerin samus, die in einem sternsystem mit dem namen alimbischer cluster nach dem schlüssel zur „ultimativen macht“ suchen muss. die empathen der galaktischen föderation hatten nämlich eine entsprechende telepathische nachricht unbekannter herkunft empfangen. also wird samus losgeschickt, licht ins dunkel zu bringen, die diversen planeten des sternsystems genauer zu untersuchen und eventuell die macht zu neutralisieren oder eben zu bergen. das problem: die telepathische nachricht wurde ebenso von anderen individuen empfangen, von denen euch sechs weitere kopfgeldjäger im laufe des spiels das leben schwer machen werden.

euer abenteuer beginnt in den himmelsarchiven, wo ihr zuerst mit eurem raumschiff landet (die anderen plätze im system sind erst nach erfolgreicher bewältigung der level möglich). in jedem level/auf jedem planeten, läuft es darauf hinaus, dass ihr drei alimbische artefakte bergen müsst, wobei dafür diverse rätsel zu lösen sind und natürlich massig gegner abgefertigt werden müssen. habt ihr alle drei artefakte, öffnet sich ein portal, das euch in einen nicht anders zugänglichen bereich teleportiert und ihr praktisch auf den jeweiligen endgegner des levels trefft. wenn ihr diesen besiegt, bekommt ihr oktolithen, die ihr sammeln müsst und die euch auch von anderen kopfgeldjägern während der gefechte geklaut werden können. nur so bekommt ihr zugang zu weiteren planeten im alimbischen cluster. ausserdem müsst ihr nach dem erhalt des oktolithen schnellstmöglich innerhalb eines bestimmten zeitfensters den planeten verlassen, ansonsten werdet ihr zusammen mit der explosion pulverisiert.

im laufe des spiels werden die level und rätsel schwerer, die gegner nicht wirklich, aber ihr müsst schon aufmerksam durch die abgespacten umgebungen laufen, um alle artefakte finden zu können und so zugang zu den bossgegnern zu bekommen. habt ihr die himmelsarchive erfolgreich verlassen, warten alinos, vesper defense outpost, arcterra, stronghold und schliesslich oubliette auf eure eroberung. jeder planet hat seine eigenen spezifischen eigenschaften (z.b. arcterra ist ein eisplanet, alinos ein lava-planet, usw.), bietet euch neue und bessere waffen oder andere nützliche dinge für eure ausrüstung.

:: gameplay

nach einer gewissen eingewöhnungszeit geht das zocken flüssig von der hand. der obige bildschirm bietet euch die ego-perspektive von samus. unten steuert ihr das umschauen durch den stylus, wählt waffen aus, wechselt in den morphball-modus, tippt zweimal auf den kreis, um zu springen, lauft, indem ihr das steuerkreuz nach oben gedrückt hält und schiesst mit l1. eine zentrale rolle kommt einem kleinen kreis mit punkt in der unteren mitte zu: bleibt ihr mit dem stylus darauf, wechselt ihr in den scan-modus und könnt so informationen zu schaltern, bildschirmen, symbolen, apperaten oder ähnlichem erhalten. diesen modus zu nutzen ist unerlässlich, wenn ihr alle rätsel lösen wollt! wollt ihr wieder zurück in den kampfmodus, tippt ihr den kleinen kreis kurz an und fertig. euer spiel also findet in zwei perspektiven statt, wobei natürlich der normale ego-kampfmodus die meiste zeit genutzt wird und zur erkundung immer der scan eingeschaltet werden muss. dadurch ist das game wirklich gut spielbar, die einzige sache waren diese kleinen bildschirme, die nackenverrenkungen bei mir nach längerem spielen verursacht haben. den shooter komplett mit stylus und touchscreen zu spielen ist vielleicht auch nicht jedermanns sache, macht aber spass, wenn man erstmal weiss, wie es geht.

samus als morphball
(oben: samus als morphball im oberen schirm und unten euer steuerungs-interface)

:: grafik

der absolute wahnsinn! das beste, was ich bisher auf dem nds gesehen habe. keine fehler in der engine, keine verzögerungen oder ruckler, bis ins kleinste detail futuristisch und das auch noch dreidimensional. hier zeigt nintendo, was in der kleinen konsole steckt und bei mph ist das eine ganze menge. auch die menüs und die farbwahl, die präsentation und das leveldesign, wirklich perfekt. (ganz zu schweigen von den kleinen kurzen videos!) aber zur gesamt-atmosphäre fehlt noch was anderes wichtiges und das ist der…

:: sound

jeder planet hat seine eigene musik spendiert bekommen. auch die soundeffekte sind meiner meinung nach grossartig, man fühlt sich förmlich mitten drin in diesen abgefahrenen welten und oft vermischt sich die bedrohliche szenerie zu einem cocktail, der voll und ganz den gänsehautfaktor bedient. ganz grosses kino!

:: kritik

wie anfangs erwähnt hat sich nintendo einiges in den kopf gesetzt für diesen titel und samus bekommt auf voller linie, was sie verdient. zeitweise ist es fast beängstigend, was hier aus der hardware rausgeholt wird. das produkt ist ein juwel geworden, eine fantastische mischung aus alien, doom, quake und natürlich metroid. die grafik und v.a. der sound haben bleibende eindrücke bei mir hinterlassen und das, obwohl dieses spiel bereits seit mai 2006 erhältlich ist! abzüge gibt es einzig und allein für die krasse steuerung, die zwar innovativ, aber wenig gesund ist. bei dem lösen der rätsel habe ich mich oft gefragt, wie man da drauf kommen soll, die sind wirklich verschickt. zudem waren sämtliche gegner relativ einfach, wenn man die steuerung erstmal verinnerlicht hat. abschliessend muss ich sagen: dieses game hat einen kleinen orden verdient. jeder, der sagt, der nds bringe zu wenig leistung, hat metroid prime hunters nicht gezockt. wirklich alle, die einen nds besitzen, sollten metroid prime hunters in der sammlung haben. von mir gibts einen kaufbefehl, lasst euch diese atmosphäre nicht entgehen!

und wem das immer noch nicht reichen sollte: dieses game ist 100% multiplayerfähig, lokal oder übers netz. schliesst euch zusammen und spielt wo auch immer ihr wollt diese ganzen spiel-modi, die ihr bereits von fps-shootern wie quake oder doom kennt! was besseres gibt es zurzeit wahrscheinlich nicht.

metroid prime hunters: cover

grafik: 4,5 von 5
sound: 4,5 von 5
gameplay: 4 von 5

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