review: the world ends with you

intro:

am 18. april kam ein nds-spiel in europa raus mit dem titel „the world ends with you“. dieses action-rollenspiel brachte einige innovationen, nicht nur hinsichtlich der story, sondern auch des gameplay und der nutzung des nds-touchscreens. lest nun die review dazu auf zockerseele.com.

story und hintergrund:

die basis dieses spiels ist das sogenannte reaper’s game, das immer sieben tage dauert. ein „composer“ und ein „conducter“ designen immer die regeln und missionen des spiels, ein „game master“ überwacht alles bezüglich der einhaltung der regeln und löscht spieler, die zu schlecht oder zu langsam sind.

im prinzip ist die gruppe der „reaper“ wie eine sekte, mit einem obermotz ganz oben und seinen handlangern, die ein spiel auf leben und tod in einer parallelen welt des shibuya-distrikts tokyo betreiben. man stirbt zuerst in der realen welt (genannt RG), setzt etwas persönliches ein, z.b. sein gedächtnis oder das leben eines freundes und bekommt eine zweite chance im reaper’s game, (genannt UG für underground).

die spieler sind unsichtbar für das echte shibuya, doch vor allem neku, der hauptprotagonist, kann die gedanken der menschen lesen und sie manchmal sogar beeinflussen, wenn es von der mission verlangt wird. dieser modus ist essentiell zur weiterentwicklung der charaktere, denn dadurch werden erst die gegner sichtbar, die sogenannten „noise“: negative gedanken manifestiert in diversen tierformen, die überall in shibuya aufzufinden sind. meistens in roter farbe dargestellt und in verschiedenen grössen, je nachdem, wie mächtig sie sind.

the world ends with you: der erste pin
(euer erster pin, der timer auf eurer hand und shiki)

alleine könnt ihr in diesem UG nicht überleben: ihr müsst immer einen pakt mit einem weiteren spieler eingehen, um kämpfen und überleben zu können. die missionen bekommt ihr jedes mal via einer sms.

es dreht sich alles um drei wochen, die neku in dem „reaper’s game“ meistern muss. er wacht dabei immer mitten in shibuya am „scramble crossing“ auf. shiki ist seine erste partnerin für die erste woche, die ihr wahres aussehen eingetauscht hat und mit einem stofftier als voodoo-puppe kämpft. sie ist gleichzeitig sein einsatz für die zweite spielwoche. danach kommt joshua dazu, der irgendwie im RG vom UG erfahren hat, durch übersinnliche wahrnehmung. er ist auf der suche nach dem shibuya-fluss und am ende der woche kämpfen sie gegen den „game-master“. neku bekommt immer mehr sein persönliches mosaik zusammen, das zur wiederherstellung seines gedächtnisses benötigt wird. in der dritten woche stosst beat zu euch, der mal selbst reaper war. durch das tragen von roten pins denken plötzlich alle in shibuya das gleiche. beat und neku müssen nun aufs ganze gehen, den tod von beats schwester rächen und den „conducter“ besiegen, um ihre leben zurückzubekommen und das ihrer freunde zu retten.

ihr seht: das ist alles andere als leichte kost. mehr soll nicht verraten werden; ist fast schon zuviel gesagt. dass alles in englischer sprache abgehalten ist macht es nicht gerade einfacher. es fehlt allerdings nicht an tiefe, sowie an krassen wendungen. macht euch auf eine achterbahnfahrt gefasst!

charaktere I (spieler):

the world ends with you: die posse
(von links nach rechts: joshua, neku und beat, shiki, rhyme)

neku sakuraba: die hauptfigur, steuert ihr das gesamte spiel hindurch. hört lieber musik und verkriecht sich in sich selbst. seine ohrhörer führten zum spitznamen phones. grosse vorstellungskraft, wodurch er spezielle pins nutzen kann.

shiki misaki: interessiert in mode, erscheint im spiel im körper ihrer besten freundin eri. der partner von neku in der ersten woche. kämpft mit einer stoffkatze.

daisukenojo „beat“ bito: handelt schneller als er denkt. der ältere bruder von rhyme. kämpft mit skateboard-tricks.

raimu „rhyme“ bito: sehr freundliche schwester von beat und dessen gutes gewissen.

yoshiya „joshua“ kiryu: intelligent und geheimnisvoll. weiss mehr über das „reaper’s game“ als jeder andere. nekus partner in der zweiten woche. kämpft mit handy und licht aus dem himmel. bester charakter für kombo-attacken.

charaktere II (reaper):

megumi kitaniji: trägt sonnenbrille, kann zeit einfrieren, überwacht die missionen.

sanae hanekoma: eine der mysteriösesten figuren. agiert kühl und gibt euch oft tipps, seine rolle ist lange unklar. ist zudem der graffiti-künstler, der hinter dem namen „cat“ steht, der von neku bewundert wird. betreibt ein eigenes café.

yodai higashizawa: dreadlocks, ca. 20 jahre, sehr stark. gamemaster der ersten woche.

sho minamimoto: mathematisches genie, nervt mit mathe-aufgaben. baut immer merkwürdige gebilde aus elektronik-abfällen. genannt „grim heaper“. gamemaster in der zweiten woche.

mitsuki konishi: passiv-aggressiv, trendfrau, „iron maiden“, sehr stark.

uzuki yashiro: eitles hysterisches miststück, nimmt sich viel zu wichtig. wird oft zusammen mit folgendem typen erscheinen:

koki kariya: ein guter geist mit lillipop. bleibt cool und abgeklärt, wenn uzuki rumschreit. ist stärker, als er sich selbst gibt.

gameplay:

ihr folgt neku bei allem was er macht durch die drei wochen in shibuya. manche missionen haben zeitvorgaben, die aber immer machbar sind. in shibuya gibt es mehrere distrikte, die mal offen und mal geschlossen sind, je nachdem was eure mission ist und wie weit ihr gekommen seid. um an wänden vorbeizukommen muss man eine bestimmte anzahl „noise“ besiegen. neku kommt dabei sein „gedankenscan“ zugute, der ihn die gedanken der menschen lesen lässt und mit dem man die noise erst wahrnehmen kann. das ist essentiell zum leveln! die noise kommen immer zurück, ihr solltet also immer was zum kämpfen haben. ihr könnt maximal gegen vier noise hintereinander kämpfen, das nennt sich dann „chain“. die schwierigkeit der noise kann man anpassen, jedoch solltet ihr euch merken, dass ein niedrigerer schwierigkeitsgrad weniger geld und weniger pins bringt.

jeder distrikt hat „mode-trends“, die sich auf eure pins auswirken. tragt ihr pins und klamotten einer angesagten marke, steigen die angriffswerte nach oben. trägt ihr sachen, die weniger angesagt sind, lahmen die waffen. gut ist: ihr könnt selber trends setzen und so eigene bevorzugte marken und pins nach oben hieven!

gameplay – pins:

die pins
(die pins aus dem spiel: in echt und handgemacht!)

die pins oder buttons sind nekus waffen und haben spezielle eigenschaften. je öfter ihr sie einsetzt, desto schneller entwickeln die sich weiter. seltene können sogar „mutieren“, so dass ihre angriffstechnik sich ändert. das ist ziemlich cool. pins werden oft von gegnern, noise, zurückgelassen oder können, genauso wie klamotten, in den unzähligen geschäften erstanden werden. diese pins sind essentiell! es gibt hunderte und die entwicklung der selbigen sollte hand in hand mit der eures charakters gehen! wie ein pin angewandt wird könnt ihr immer erfahren, wenn ihr sie ausrüstet. neku kann maximal sechs gleichzeitig bei sich haben.

gameplay – kampf:

the world ends with you: kampfszene
(eine typische kampfszene: unten neku, oben shiki)

prinzipiell kämpft ihr auf dem unteren bildschirm mit neku und dem stylus. oben ist euer partner, der entweder automatisch kämpft (lässt sich einstellen) oder über das steuerkreuz und die knöpfe gesteuert werden kann. zusätzlich wandert, wenn ihr gut kämpft, ein grüner ball zwischen euch hin und her. kämpft dann so gut ihr könnt! nach einer weile gibt es kombos mit euren partnern, die, vor allem bei joshua, enorm schaden anrichten.

die steuerung ist am anfang alles andere als einfach. sammelt ihr aber viele pins und nutzt sie in euren kämpfen, lernt ihr viel, wie ihr den stylus einsetzen müsst. manchmal auf den bildschirm tippen, manchmal kreise zeichnen, manchmal striche über gegner ziehen… euer touchscreen wurde noch bei keinem spiel dermassen beansprucht! ausserdem soll alles schnell gehen, da ihr immer nach den kämpfen bewertet werdet, von „a“ (sehr gut) bis „e“ (ganz schlecht). die masse an fights, die ihr machen könnt, ist wahnsinn. das dauert zwar, aber so kommt neku immer weiter.

grafik:

wie man es von square enix gewohnt ist ist sie sehr gut. ein grossteil des spiels erinnert an animes, vor allem die unzähligen gespräche und dialoge. shibuya wurde überraschend realistisch nachgebildet, wenngleich es für ein videospiel im aussehen aufgemotzt wurde. alles wirkt sehr modern und jugendlich, dazu tragen auch die vielen figuren bei. ich nenne das mal „pop-optik“. 3d gibt es nicht, dafür viel 2d-sidescroller-haftes. das macht aber sinn, wie ihr selbst rausfinden werdet.

sound:

naja, der ist durchaus gewöhnungsbedürftig, was an den vielen japanischen pop-songs liegt. klar sind ohrwürmer dabei, aber selbst hiphop klingt irgendwie nervig. rock und elektronica kommen ebenso vor. dafür verantwortlich ist takeharu ishimoto. was den sound angeht, ist dieses videogame ur-japanisch. das stört anfangs, weil man es nicht kennt, legt sich aber mit der zeit. könnte eventuell auf manche zocker abschreckend wirken.

fazit:

„the world ends with you“ ist ein spiel, das nur auf dem nds funktioniert. das ist schon klasse, was man sich hier hat alles einfallen lassen. oft erinnern aber die innovationen an einen leichten overkill. die story ist sehr komplex, manche charaktere ebenso. gut fand ich auch, dass square enix mal wieder ein spiel ausserhalb der final-fantasy-welt auf den markt bringen konnte, das neu ist und von sich aus rockt.

das kampfsystem ist, wie erwähnt, auch nicht einfach, aber ich habe durchweg nur mit neku gekämpft, das ist stressig genug. die partner kämpfen alle (bis auf beat) stark, wenn sie auf automatisch gestellt sind. die hardware des nds wird vor allem durch die steuerung sehr beansprucht, weil ihr mit dem stylus oft und viel auf den touchscreen einhämmert. dazu kommt, dass minimal bis öfters die erkennung nicht schnell und präzise genug ist.

die grafik bekommt ohne zweifel bestnoten, könnte aber leute abschrecken, die animes nicht mögen. ebenso der soundtrack: japan at its best. take it or leave it.

ich kann mich nicht erinnern, bei welchem square-spiel ich die hauptfigur bis level 96 gepusht habe. das ist aber hier ohne weiteres möglich, da es immer und überall „noise“ gibt. das mit den klamotten fand ich nervig, das ist eher ein spass-feature, die pins zu leveln hingegen war cool, da man selber zum trendsetter werden konnte.

einen ganzen punkt abzug hingegen gibt es für die fehlende deutsche lokalisierung. das game gibts nur auf englisch. wer damit keine probleme hat: kaufbefehl! die erfahrung müsst ihr unbedingt machen, wenn ihr einen nds besitzt!

grafik: 4,5 von 5
sound: 4 von 5
gameplay: 4,5 von 5
(minus ein punkt abzug für die gesamtwertung: keine deutsche lokalisierung.)

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