review: journey

:: intro

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Nach „fl0w“ und „Flower“ lief mit „Journey“ der Drei-Spiele-Kontrakt zwischen dem Independent Studio „thatgamecompany“ und Sony aus. Das Spiel ist in vielerlei Hinsicht ein kleiner Meilenstein geworden. Lest nun in der offiziellen Review auf zockerseele.com, warum.

:: story

journey

Hier fängt es an: Es gibt keine. Also im eigentlichen Sinn. Das kennt man aber beispielsweise von „Flower“.

Ihr strandet als mysteriöse Figur in einer Wüste, in einer Robe gekleidet und ausgestattet mit einem interaktiven Schal. In der Ferne seht ihr einen riesigen Berg und euer Ziel ist es, dorthin zu gelangen; ohne Karte oder sonstige Anweisungen.

Auf eurem Weg begegnet ihr zuweilen anderen Charakteren online. Ihr kennt euch aber nicht, könnt euch nicht via Text oder Sprache unterhalten und erfahrt erst zum Schluss, wer euch über den Weg gelaufen ist. Aber ihr könnt euch assistieren, indem ihr euch helft die Level zu meistern oder euren Schal gegenseitig auflädt. Das ist aber auch nicht zwingend.

Die Hintergrundgeschichte wird in mysteriösen Zeichen erzählt. So könnt ihr an speziellen Stellen, zum Beispiel in manchen Tempeln, mit der Kreistaste eine interaktive Wand zum Vorschein bringen, die symbolisch anzeigt, wo ihr seid und wo es hingeht.

:: gameplay

Das ist einfach gehalten und schnell erklärt: Linker Stick bewegen, rechter Stick Kamera. Mit der Kreistaste könnt ihr den Schal anderer Spieler aufladen, mit der X-Taste wird für eine begrenzte Zeit geflogen.

Ihr könnt aber nur solange fliegen, wie ihr Hieroglyphen auf eurem Schal habt. Der Schal wird länger mit der Zeit, kann aber auch durch Gegner abgeschnitten werden.

Überall im Spiel gibt es fliegende Fetzen, fliegende Teppiche und sogar schwebende Plattformen. Hier ist Geschick gefragt, da man hier nur weiterkommt, indem man die Kreis- und X-Taste abwechselnd betätigt.

:: grafik

journey

Hier gibt es nichts zu meckern. Die Landschaften sind weitläufig, detailliert und haben wunderschöne Lichteffekte. Es hat mich jetzt speziell an nichts erinnert, was ich schon vorher in einem Videospiel gesehen hätte.

Die Atmosphäre wirkt dagegen orientalisch, das sieht man an den Ruinen. Bei den Hieroglyphen-Wänden hingegen wirkt alles maya-artig.

Außerdem spielt die Umgebung zu einem Großteil „mit“, d.h., ihr müsst auf Details achten und euch manchmal auch anpassen.

Gerade weil man sowas bisher noch nie gesehen hat, gibt es hier Bestnoten.

:: sound

Komponist hier war Austin Wintory. Er hat bereits bei über 25 Spielfilmen mitgearbeitet und bekam 2008 sogar einen „Sundance Audience Award“. Der „Hollywood-Reporter“ sieht ihn gar auf einer Liste mit den 15 besten Komponisten überhaupt. Wintory hat auch bereits bei „fl0w“ für „thatgamecompany“ gearbeitet.

Bei „Journey“ hat Wintory darauf geachtet, dass man den Soundtrack bewusst keiner bestimmten Kultur zuschreiben kann. Tina Guo steuert das Cello bei, eine Freundin von Wintory und hat mit ihm auch eine Orchester-Version des „Journey“-Soundtracks gemacht. Der OST ist seit dem 10. April erhältlich.

Insgesamt ist der Sound weniger stark als die grafische Präsentation. Das liegt zum einen an der Wucht der riesigen Spiel-Umgebung und den Lichteffekten. Aber man kann sicher nicht sagen, dass der Soundtrack nicht überzeugen kann. Es wirkt nur sehr ungewohnt, weil in „Journey“ einfach alles anders ist (oder scheint), als in anderen Adventures.

:: fazit

journey

„Journey“ ist ein absolutes Must-Have für jeden PS3-Besitzer! Das Zusammenspiel von Grafik, Sound und Gameplay ist einzigartig. Auch die Art und Weise, wie hier eine Geschichte erzählt wird, ist neu. Und der Koop-Aspekt funktioniert immer und ist großartig.

Da man die vielen Hieroglyphen auf keinen Fall verstehen kann, bleibt das Game zudem vom Anfang bis zum Schluss mysteriös. Es gehört wohl zu den wirklich metaphysischen Spielen, von denen es viel zu wenige gibt.

„Journey“ ist kein Mainstream-Spiel und will es auch zu keiner Zeit sein. Trotzdem hat es sich im PSN-Store so schnell verkauft wie keines zuvor. Das ist ein gutes Zeichen für die Videospiel-Kultur und wir hoffen, dass der Funke auch auf andere Spielefirmen übergesprungen ist, ähnlich gewagte Projekte zu machen.

Und doch gibt es einen winzigen Kritikpunkt: Die geringe Spielzeit. Ihr werdet im Laufe des Spiels feststellen, dass eine Wüste nicht die einzige Welt ist, in der ihr euch bewegt. Das hätte man ruhig noch weiter ausbauen können. Überhaupt, wenn ihr zu zweit spielt, geht das Vorankommen recht schnell und wichtige Dinge übersieht man leicht. Hier also nicht ablenken lassen.

Alles in allem: Eines meiner Spiele des Jahres 2012!

grafik: 9 von 10
sound: 8 von 10
gameplay: 8 von 10

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